Ist das Schikane oder absolutes Unvermögen?!

Ein Leserbrief an die Ostsee-Zeitung
Ein Leserbrief von Gino Leonhard – Managing Director Private Palace Hotels & Resorts an die Ostsee-Zeitung
Sehr geehrte Damen und Herren,
ehrliche sagt, bin ich völlig sprachlos und dazu gehört schon einiges, auch wenn ich mich persönlich nun nicht als besonders schlagfertig ansehe aber das schlägt dem Faß endgültig den Boden aus.
Nicht nur, das man heute alle neuen Reglungen bezüglich des Lockdown kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen muss, die sich weiterhin sehr dramatisch auf den Tourismus im Land auswirken werden, finden sich in der selben Ausgabe, gleich zwei weitere News, die für noch mehr Einschränkungen, insbesondere für Gäste der Insel Rügen aber auch für andere Regionen, im Land, sorgen werden.
Die neue A20 Brücke wird erst im Jahren 2024 fertig sein und die RÜGENBRÜCKE wird im September „komplett“ gesperrt! Punkt!
Das für 800 Meter Brücke, über 6 Jahre (6 Jahre x 12 Monaten : 800 Meter = 11,1 Meter pro Monat!!!) benötigt wird, ist nicht mehr verwunderlich. Wir bekommen im Land aber auch im Bund, ohnehin keine öffentlichen Bauten mehr fristgerecht und schon gar nicht, im festgesetzten finanziellen Rahmen, mehr hin. Also kann man das nur noch mit einem weinenden aber zugleich auch lachenden Auge zur Kenntnis nehmen. Vielleicht bringt die einseitige Verkehrsführung ein wenig Entlastung, Stau bedeutet es aber weiterhin und das noch bis in das Jahr 2024.
Ist man sich eigentlich innerhalb der Landesregierung darüber im klaren, das man damit möglicherweise UnternehmerInnen, die den Lockdown gerade so überstanden haben, den endgültigen Todesstoß versetzt? Vermutlich dürfen wir erst im Juni 21 langsam wieder unsere Hotels und Gastronomischen Betriebe öffnen. Wie im vergangenen Jahr, blieben nur wenige Monate, die zwar (fast) komplett ausgebucht waren aber bereits Ende Oktober war wieder alles vorbei, obwohl es Buchungen für das ganze Jahr gab!
Jetzt nimmt man uns auch noch den September, wohlwissend, das die seit einem Jahr zum Teil im Homeoffice lebenden und arbeitenden Menschen, ihren Urlaub, auch und insbesondere an der Ostseeküste, verbringen möchten. Immerhin wirbt dieses Land mit dem Slogan „TOURISMUSLAND Nr. 1“!.
Für mich ist das nur noch reine Schikane, jedes Jahr auf ein neues. Offensichtlich spielen hier im Hintergrund gewisse Kräfte am Rad, die Gästeströme regulieren wollen, auch das haben wir vor 1989 schon alles gehabt. Niemand kann mir erzählen, das Kameratechnik nicht auch im November oder vor Beginn der Saison neu installiert werden kann und schon gar nicht, das man einen Monat dafür benötigt. Wann wird endlich der Leiter des zuständigen Straßenbauamtes, Herr Sendrowki, durch den zuständigen Verkehrsminister, Herr Pegel und auch durch den für Tourismus zuständigen Minister, Harry Glawe, auf den Top gesetzt! Das darf doch alles nicht mehr wahr sein.
Lieber wird hier zugesehen, wie eine ganze Branche, im übrigen die Branche, die für MV wie keine andere steht, regelmäßig drangsaliert wird, nicht eingebunden bzw. befragt wird, um gemeinsame Lösungen zu finden.
Dieses über die Köpfe hinweg entscheiden, über die UnternehmerInnen und Beschäftigten, in der Gastro- und Hotellerie, über die Menschen und Betriebe, die für die Bruttowertschöpfung im Land sorgen, ist unerträglich und ich werde nicht locker lassen, das auch immer wieder öffentlich zu machen und meine KollegInnen zu bitten, das ebenfalls zu tun.
Im übrigen befinden wir uns im Wahljahr, wo jeder sein Stimmrecht wahrnehmen kann. Das was aktuell läuft, entspricht nicht der Form eines respektvollen und fairen Umgangs mit den Touristikern im Land Mecklenburg-Vorpommern und was die Rügenbrücke anbelangt, insbesondere mit betroffenen UnternehmerInnen und Beschäftigen im Landkreis Nordvorpommern-Rügen.

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